Gedanken zum Chlorophyll
in Spirulina platensis, ein wesentlicher Unterschied zu Hefe, Soja und Getreide.

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Ein überragendes Kennzeichen der Mikroalge Spirulina platensis ist die grüne Farbe. Diese ist Ausdruck eines der wichtigsten pflanzlichen Lebensvorgänge. Erst durch den grünen Farbstoff, das Chlorophyll, gewinnt die Pflanze die wunderbare Fähigkeit, aus der Kohlensäure der Luft und aus dem Wasser organische Verbindungen, zunächst Stärke und Zucker, synthetisch herzustellen. Weder das Tier noch der Mensch sind zu ähnlichen biochemischen Leistungen fähig.
Alle Bau- und Betriebsstoffe ihrer Körper nehmen Mensch und Tier mit der Nahrung auf, welche die Pflanze vorbereitet. Die Pflanze ist autotroph (selbsternährend).
Tier und Mensch leben heterotroph, dass heisst durch Fremdernährung, abhängig von der synthetischen Arbeit der grünen Pflanze. Das bedeutet: Wir leben mit der Pflanze auf Gedeih und Verderb in einer Symbiose.
Folgender Grundsatz ist deshalb bei der Beurteilung der Mikroalge Spirulina platensis sehr wesentlich:
Die Struktur aller tierischen und damit auch menschlichen Organismen und Organe ist durch die Tätigkeit des Chlorophylls entstanden. Auch die Samenzellen und der Regent, der Zellkern, wären ohne Chlorophyll undenkbar. Die Samen der Pflanzen reichen dieses Blattgrün der nächsten pflanzlichen Generation weiter, solange die chemischen, thermischen und atmosphärischen Verhältnisse dies zulassen.
Zu den Zellbausteinen wie den Mitochondrien, den Mikrosomen, gehören auch die Plastiden, die im Proto- und Cytoplasma eingebettet sind. Sie können nur durch die Teilung entstehen und niemals aus dem Protoplasma oder dem Zellkern hervorgehen. Sie bestehen aus einem lebendigen, eiweisshaltigen Substrat, in dem das Chlorophyll eingelagert ist.
Ihre besondere Bedeutung gewinnen die Plastiden, die Chlorophyll - Träger durch ihre autotrophe Produktion organischer Verbindungen.
Diese Plastiden sind die Träger der Farbstoffe, von denen das Chlorophyll mit Abstand der wichtigste ist. Sie haben die Fähigkeit, bei Belichtung den als Kohlenstoffassimilation bezeichneten Vorgang zu vollziehen, bei dem aus CO2 und H2O die Grund- und Baustoffe der Zucker und Stärken entstehen.
Das Chlorophyll ist eine komplizierte Magnesium - Verbindung mit vielen Spurenelementen. Auffällig ist auch der hohe Eisengehalt des Chloroplasten. Eisen ist auch reichlich in Spirulina platensis enthalten. Lassen wir uns nicht irritieren: Das Kostbarste, was die Pflanze dem Menschen zu geben vermag, ist das Chlorophyll, der Träger und die Voraussetzung aller lebenden Substanz.
Doch diese überragenden Eigenschaften des Chlorophylls sind noch nicht das Entscheidende für seine Bewertung als primus agens, als Wertfaktor Nr. 1, als das Coenzym oder als die prosthetische Gruppe des Lebensstoffes überhaupt.
Entscheidend für die Sonderbewertung des Chlorophylls ist die Tatsache, dass die Chlorophyllkörnchen als einige Lebewesen die Träger der Photosynthese und damit auch gleichzeitig die Träger der Chemosynthese sind.
Chlorophyll allein besitzt die Fähigkeit, das Sonnenlicht zu binden, d. h. bestimmte Quanten des gesamten Spektrums werden vom Chlorophyll resorbiert und umgekehrt. Ohne Lichtquanten kann kein Chlorophyll entstehen.
Diese Fähigkeit, aus dem Sonnenlicht bestimmte Quanten zu binden und mit Hilfe dieser Sonnenkraft die vielen Kohlenwasserstoffe aufzubauen, die dem Menschen und dem Tier als Nahrung dienen, ist noch nicht restlos geklärt.
Es sind Farbstoffe und Lichtquanten, die uns die grossen Nahrungsmoleküle (Energieträger) aufbauen. Bei dem komplizierten Abbau dieser grossen Moleküle im Verdauungsvorgang wird die potentiell gebundene Sonnenenergie wieder frei und wirkt als kinetische Energie im Körper.
Diese Freisetzung der potentiellen, schlummernden Energie und ihre Umformung in kinetische Bewegungs - Energie ist in jedem Falle an die Phosphorylierung gebunden, dass heisst eine energiereiche P-Verbindung ist der Träger und Umformer jeder Energie. Somit ist das durch das Chlorophyll eingefangenen Sonnenlicht die Bewegungsenergie, die durch die Spaltung der Riesenmoleküle in den körperlichen Dissimilisationsprozessen (physiologische Verbrennung) frei wird. Erst dank der Tätigkeit der Chlorophyllkörner ist es den heterotroph lebenden Tieren und dem Menschen überhaupt möglich zu leben.
Die Chlorophyll - Moleküle sind die eigentlichen Energieempfänger, Binder, -Träger und -Uebertrager. Diese Chlorophyllkörner sind Sonnenmaschinen.
Die Mikroalge Spirulina platensis ist eine Synthese aus Sonne und Wasser und enthält viel Chlorophyll. Aus dem Wasser nimmt die Mikroalge ihre Nährstoffe auf und wandelt sie durch Photosynthese in Bau- und Betriebsstoffe für den menschlichen Körper. Die grüne Pflanze ernährt alle Lebewesen, spendet darüber hinaus den Sauerstoff, ohne den kein Leben möglich wäre und bindet laufend die Kohlensäure, die am Grunde unseres Luftmeeres immer allzu reichlich vorhanden ist.
Wir würden ersticken, wenn die Pflanzen dieses schädliche Kohlendioxyd nicht laufend zum Aufbau der Kohlenwasserstoffe (Kohlenhydrate), von denen wir bevorzugt leben, benötigen würden.

In unserem Körper herrschen analoge Verhältnisse.
Je geringer die Aufnahme grüner Substanz (des Chlorophylls) als Nahrung, desto geringer auch die optimale enzymatische Bindung des Sauerstoffs.
Erst eine Ernährung mit einer bevorzugt grünen Substanz sichert uns eine optimale Sauerstoffbindung.
Im Gegensatz dazu sind Samen (Getreidekörner, Nüsse etc.) sowie Bierhefe und Soja, insbesondere in der üblichen industriell aufbereiteten Form, arm an Chlorophyll. Die falsche Bewertung dieser grünen Substanz (dem Chlorophyll), des kostbarsten Nahrungsmittels überhaupt und ihr viel zu geringer Anteil an unserer heutigen Ernährung ist mitverantwortlich für die vielen Zivilisationskrankheiten, die seelischen Kümmernisse und die charakterliche Disharmonie.
Unsere einseitige Nahrungsauswahl, verbunden mit einer Sonderbewertung und Bevorzugung der Cerealien, hat uns dem möglichen grünen Garten unserer Erde nicht nähergebracht, wenn nicht gar ein Irrgarten geschaffen wurde. Es ist ein Irrtum, das volle Getreidekorn als Idealnahrung zu propagieren.
Wir werden sofort erkennen, dass das Chlorophyll mit Abstand der wichtigste Ernährungsfaktor sein muss. Wir werden verstehen, dass die Samen der verschiedenen Träger des Chlorophylls niemals Ernährungsfaktoren Nr. 1 sein können und sein dürfen. Denn alle im Rade des Lebens, des Stoffwechsels, kreisenden Stoffe wie Eiweiss, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Biokatalysatoren werden erst durch die Tätigkeit des Chlorophylls zu Energieträgern verschiedenster Art.
Es gibt viele bekannte gesundheitliche Probleme bei überwiegender Getreidenahrung. Erkrankungen durch den Genuss der essbaren Blattsubstanz und damit des Chlorophylls sind unbekannt.
Auch der Zivilisationsmensch von heute hat sich noch den Rest eines Instinkts bewahrt: Er geht gern ins Grüne.
Drei grosse "S" gibt uns die grüne Substanz: Sonnenkraft, Sauerstoff und Salze als Träger der chemischen Energie und als Aktivatoren der Hormone und Sekrete.
Mit der Menge des genossenen Chlorophylls, aus der Blattsubstanz oder aus anderen Quellen, ist zwangsläufig die normale Oxydation verbunden. Die Oxydation vermindert sich automatisch bei einem bevorzugten Cerealien- oder Hefekonsum (z.B. Brot).
Fassen wir zusammen und verfolgen wir noch einmal den Aufbau der Materie in chronologischer Reihenfolge:
Das Chlorophyll in den Choroplasten der grünen Pflanzen ist als alleinige Substanz befähigt, die Energie des Sonnenlichtes als tragende Energie aller Lebensprozesse zu binden und diese potentielle, ruhende Energie jederzeit als kinetische Bewegungs - Energie im Körper freizumachen.
Ein interessanter Hinweis aus dem Pflanzenreich: die Wurzel als Aufbau- und Saugorgan ist abhängig von der Chlorophyllmenge der Blätter.
In der Entwicklungsgeschichte der Flora und Fauna der Erde werden die grünen Mikroalgen als erste Chlorophyllträger, als Muttersubstanz des Pflanzenreiches, angesehen. Ohne diese gäbe es kein grünes Blatt, keine Frucht, keine Samen, aber auch kein Tier und keinen Menschen.
Das Chlorophyll und mit ihm die Mikroalgen - wie Spirulina platensis - sind die Muttersubstanzen aller höheren Lebewesen.

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